Die türkische Blamage

July 24, 2015 by hotminnie

BERICHT

Unter ihrem machthungrigen Führer Recep Tayyip Erdoğan unterstützt die Türkei seit Jahren Terrororganisationen, Nicht nur die Hamas, sondern auch die Terroristen in Syrien und dem Irak. Erdoğan stammt aus der radikalen Bewegung Milli Görüs, die auf das Engste mit der Muslimbruderschaft verbunden ist, der »Mutter des Terrors«.
Wie alle Vertreter des politischen Islam hassen Erdoğan und seine Gefolgsleute vor allem die Machthaber im benachbarten Syrien. Dort gibt (heute gab) es noch Christen, Schiiten, Kurden, Alawiten; Feindbilder für die Fanatiker der Milli Görüs.
Die Jabhat al-Nusra, eine Untergruppe der al-Qaeda, und deren Untergruppe Islamischer Staat wurden über türkische Städte versorgt. Im (syrischen Nordwesten) waren das gebirgige Hinterland des Orontes-Flusses, die Stadt Reyhanli, und östlich davon Kilis Hauptorte der Versorgung für Terrorgruppen in Syrien. Das wurde von der türkischen Führung zwar beharrlich bestritten, die Beweislast war aber erdrückend. Über Kilis konnten ganz bequem auch tausende Mordwillige aus ganz Europa nach Syrien einreisen.
Nach dem jüngsten Anschlag gegen kurdische Freiwillige in Suruç konnte die Türkei den Schein nicht mehr ganz wahren. Erdoğan ordnete einen Gegenschlag an, um seinen Kritikern zu zeigen, eigentlich mögen wir ja doch keine Terroristen.
Es starteten also drei F16-Kampfflugzeuge von Diyarbakir aus. Warum von dort, ist klar. In Diyarbakir liegt eine starke Luftwaffeneinheit, um jederzeit Kurden niederbomben zu können. Die Maschinen griffen Ziele des Islamischen Staates in der Nähe von Kilis an – dem Hauptaufmarschgebiet der von der Türkei unterstützten Terroristen gegen das syrische Aleppo.
Ganz trocken verkündete ein türkischer Sprecher, die türkischen Maschinen hätten die syrische Grenze nicht berührt. Was nur den einzigen Gedanken zuläßt: Die Ziele (des Islamischen Staates) befanden sich auf türkischem Gebiet.
Ganz plötzlich wurden auch noch über 270 Verdächtige in Istanbul und anderen Städten festgenommen. Was auch nur bedeuten kann, die Verdächtigen waren schon länger bekannt.
Mit seinem Alibi-Salto fiel Recep Tayyip Erdoğan also zunächst einmal kräftig auf die Nase.

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