Terror-Alarm im Parlament

July 10, 2015 by hotminnie

BERICHT

WIEN — Ein Bericht auf der europäischen Webseite der Muslimbruderschaft löste Alarm aus. Einige Mitglieder dieser terroristischen Organisation seien im österreichischen Parlament empfangen worden, nämlich Mohamed Al-Fiqi, Osama Suleiman und Amer Abdel-Rahim.
Die Terroristen seien von der Vollversammlung des Nationalrates mit donnerndem Applaus empfangen worden, wird berichtet. Sie konnten vor dem versammelten Nationalrat die Situation in Ägypten erklären (aus Sicht der terroristischen Muslimbruderschaft).
Ein sozialistischer Abgeordneter habe die Todesurteile gegen führende Terroristen verdammt, darunter Morsi und Badie. Schließlich habe sich der Nationalrat geschlossen bereit erklärt, bei einer Demonstration der Muslimbruderschaft am 14. August teilzunehmen.

mb_parlTerroristen dürfen vor dem österreichischen Parlament sprechen? Etwa so, wie der Terrorführer Arafat vor der UNO, mit umgeschnallter Pistole?
Aus der Tagesordnung des österreichischen Parlaments vom 7. Juli geht eine Ansprache von Muslimbrüdern vor dem Nationalrat nicht hervor. Nur ein Entschließungsantrag der Abgeordneten Reinhold Lopatka, Josef Cap, Norbert Hofer und Johannes Hübner.
Die am 8. Juli angenommene Entschließung (in mangelhaftem Deutsch) lautet:

Die Bundesregierung, wird aufgefordert, sich bilateral sowie auf europäischer und internationaler Ebene – weiterhin dafür einzusetzen, dass auch in Ägypten die fundamentalen Menschenrechte gewahrt werden und, in Umsetzung der EU Leitlinien sowie der VN-Resolution, auf Ägypten einzuwirken, Todesurteile nicht mehr zu vollstrecken, ein Moratorium über die Verhängung in Hinblick auf deren vollständige Abschaffung einzuführen sowie Todesurteile in Haftstrafen umzuwandeln.
Die Bundesregierung wird aufgefordert im Fall des früheren Präsidenten Mursi sowie anderer politischer Gefangener sich dafür einzusetzen, dass die Todesstrafe nicht vollstreckt wird, auch wenn man die Ideologie der Muslim-Brüder strikt ablehnt.

Österreichische Politiker wollen keine Todesurteile gegen Terroristen vollstreckt haben? Sagen aber nichts zu den hunderttausenden Opfern der Muslimbruderschaft in den letzten Jahren, im Mittleren Osten und Afrika? Nichts gegen die Geldsammlungen von Muslimbrüdern in Österreich, für den Terrorismus? Wie irre(geleitet) müssen diese Politiker sein.
Terroristen werden als politische Gefangene bezeichnet – auch wenn man die Ideologie der Muslimbrüder strikt ablehne? Was lehnt man dann ab, wenn das Credo der Muslimbruderschaft lautet: Allah is our objective. The Prophet is our leader. The Qur’an is our law. Jihad is our way. Dying in the way of Allah is our highest hope.
Lehnt man dann das Abschlachten von Ungläubigen im Namen ihrer Gottheit ab? Oder das Streben nach einem Scharia-Kalifat in Europa? Ein gutes Vorbild: Chamberlain hatte Hitler walten lassen, auch wenn er dessen Ideologie ablehnte. Jeder kennt die Folgen.
Es wäre schön, könnte sich das baulich und moralisch heillos verrottete Haus an der Wiener Ringstraße dazu erklären, ob dieser Vorfall wirklich passiert ist, und ob auch nur ein einziger der Abgeordneten daran einen Gedanken verschwendet hat, wozu er/sie sich hergibt.
Lopatka, Cap, Hofer und Hübner sollten sich einmal die Opfer des Terrors der Muslimbruderschaft ansehen. Doch das würde Mut erfordern, keine bei Politikern gebräuchliche Eigenschaft.

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