Anschlag in Tunesien

June 28, 2015 by hotminnie

BERICHT

In Tunesien begann der sogenannte arabische Frühling, und endete dort. Proteste der Bevölkerung gegen den tunesischen Machthaber und seinen Clan wurden rasch von der Muslimbruderschaft aufgegriffen und vereinnahmt.
Die tunesische Organisation der Muslimbruderschaft, die zuvor verboten gewesene Ennahda, unter den Extremisten Rashid Ghannouchi und Hamadi Jebali, gelangte an die Macht. Die Ennahda versuchte, wie in Ägypten, Tunesien in einen streng islamischen Scharia-Staat umzuwandeln, Gegner wurden unterdrückt oder eliminiert.
Die Bevölkerung hatte bald genug, die islamischen Extremisten mussten wieder abtreten. Sie revanchierten sich für diesen Machtverlust mit einer zunehmenden Gewaltwelle, die sich besonders gegen den Tourismus richtete, ein wichtiger Wirtschaftszweig Tunesiens.
Finanziert wurde diese Gewaltwelle vom verzweigten Netz der Muslimbrüder in Europa, Waffen bezogen die Terroristen von ihren „Brüdern“ in Libyen. Tunesien stellt im Verhältnis zur Einwohnerzahl den größten Anteil an Jihadisten im Mittleren Osten.
Nach mehreren kleineren Anschlägen hatten im März 2015 islamische Terroristen 23 Menschen im Bardo Museum in Tunis getötet, mehr als 50 waren verwundet worden, die Sicherheitskräfte hatten an die 100 Geiseln aus dem Museum befreit.
Am 26. Juni schlugen islamische Terroristen erneut zu. Auf einem Hotelstrand nahe der Hafenstadt Sousse wurden 38 wehrlose Touristen mit Kalashnikovs niedergemäht, 30 von ihnen waren Briten.

sousse3Einer der Täter, Seifeddine Rezgui Yacoubi, wurde von Sicherheitskräften neutralisiert. Ein zweiter wurde lebend festgenommen. Zwei Komplizen werden noch gesucht.

sousse2Die Mutter des Haupttäters versuchte in Interviews sofort, zu beschwichtigen. Ihr Sohn sei doch kein Radikaler gewesen. Allerdings hatte sie nicht gewusst, so behauptete sie wenigstens, dass ihr Sohn zwei Jahre lang bei islamischen Terrorbanden in Libyen gekämpft hatte.

sousse4Wie von den islamischen Extremisten beabsichtigt, leiden vor allem die mit dem Tourismus zusammen hängenden Wirtschaftszweige. Die offenen Grenzen begünstigen die in Libyen und Algerien aktiven Terrorbanden, Sicherheit vor weiteren Anschlägen kann es daher kaum geben.
Die dümmste Frage nach dem Anschlag kam von Verwandten der Opfer: Warum? fragten sie. Terroristen morden, um zu töten und zu zerstören, sie brauchen kein anderes Motiv. Allerdings sollte es auch Europäern klar werden, dass sie sich in Lebensgefahr begeben, wenn sie in ein Land mit (auch) streng gläubigen Moslems fahren und sich (fast) nackt auf einen Strand legen. Die Parallelwelt des Islam erlaubt das eben nicht.

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