Handel mit Islam

June 16, 2015 by hotminnie

BERICHT

Erschreckende Ausmaße nimmt mittlerweile die Werbung mit dem Produkt Islam an. Man kommt an keinem Fernsehprogramm, an keiner Zeitung, aber auch an keiner Kirche mehr vorbei, ohne ISLAM eingehämmert zu bekommen.
Allerdings: Es geht nicht um Moslems und deren Glauben. Sondern um die Machtbestrebungen des politischen Islam. Ohne die geringste Scheu spannen Islamisten Politiker und Medien für ihre Zwecke ein, um das große Geschäft zu machen. Denn der Handel mit dem Produkt Islam verzeichnet Milliardenumsätze.
Die Gewinne werden dringend benötigt, um die Umma—den Schariastaat—und den Jihad, den Kampf gegen die Ungläubigen weiterzutreiben.

Eine typische Werbe-Veranstaltung bot sich am Montag in der Diplomatischen Akademie in Wien dar. Laut hallte der Festsaal der ehrwürdigen Einrichtungen von den pathetischen Jubelrufen des Ministerlehrlings Sebastian Kurz. Der Islam ist ein Teil Österreichs!, jubelte er, und Ich liebe den Islam! Kein Psychiater fand sich, um dem politischen Jungspund den Puls zu messen.
Sebastian Kurz liebt es, aufzufallen. Diesen Gefallen tat er sich auch am Montag. Selbstherrlich spazierte er herein, verbeugte sich zutiefst vor dem Milli Görüs-Aktivisten Fuat Sanac. Nur eine Sessellehne verhinderte die Erkenntnis: Küsste Kurz die Hand seines Propheten?
Nach seiner nichtssagenden, auswendig gelernten Ansage vertiefte sich Kurz zum Texten in sein Smartphone. Um plötzlich wie wild aufzuspringen, zum Ausgang zu eilen—und sich mühsam erklären zu lassen, den falschen Ausgang gewählt zu haben. Peinlichkeit hieß früher Richard Lugner. Schon lange hat ihn Sebastian Kurz abgelöst.

Thema der Veranstaltung war: Islam europäischer Prägung. Ein nichtssagender Titel mit einer falschen Aussage. Eine Religion gehört weder zu Europa noch zu Neuguinea. Bekannte Muslimbrüder, wie Farid Hafez, hatten sich schon davor negativ dazu geäußert, für Europa einen Sonder-Islam zu reklamieren.
Untertitel der Veranstaltung: Musliminnen und Muslime in der Mitte der Gesellschaft. Auch das bloßer Unsinn, denn warum sollten Angehörige einer Religion eine Sonderstellung genießen?
Doch der Hammer dieser Show strafte das Un-Thema ohnehin Lügen. Musliminnen und Muslime? Die waren weder geladen, noch nahmen teil. Sunniten, Schiiten, Aleviten hatten im Vorfeld ihre Kritik geäußert, nicht zur Mitwirkung eingeladen worden zu sein. Eingeladen waren nur Vertreter des politischen Islam.
Fuat Sanac, vom Extremistenverband Islamische Glaubensgemeinschaft, sparte nicht an Hetze. Würden Sunniten, Schiiten, Aleviten eingeladen, würde die Islamische Glaubensgemeinschaft nicht teilnehmen, die Veranstaltung platzen lassen. So seine Drohung. Sebastian Kurz gab dem wohlwollend nach, Extremisten sind und bleiben seine alleinigen Ansprechpartner. Der als Gast angekündigte Sprecher der deutschen Muslimbrüder, Aiman Mazyek, kam nicht und wurde nicht vermisst.
Muslime gab es dann tatsächlich auch nicht im Publikum. Muslimbrüder und deren Muslimische Jugend—die Frauen mit der enggeschnürten Kopfvermummung—überwogen. Ganz leicht war erkennbar, dass diese Leutchen keine Muslime sind: Während der gesamten Veranstaltung, die den ganzen Tag dauerte, vollzog kein einziger dieser Pseudo-Muslime ein Gebet. Das fiel selbst den Ungläubigen unter den Anwesenden auf.
Die Sprecherin der Muslimbruderschaft in Österreich, Carla Baghajati, sorgte für einen weiteren Eklat. Sie erschien mit unislamischer Kopfverhüllung, mit unislamischen Hosen. Von einem Mann, einem fremden Mann!, ließ sich Carla Baghajati dann noch längere Zeit ausgiebig befummeln, um ihre Sprechanlage unter der Kleidung zu verstauen. Keine echte Muslima würde die Hände eines fremden Mannes an sich heran lassen.
In der ersten Diskussionsrunde ließ sich die deutsche Alevitin Handan Aksünger nicht einschüchtern, Universitätsprofessor Ednan Aslan nahm sich trotz Protesten der Islamistin Baghajati kein Blatt vor den Mund, Mouhanad Khorchide, seit Jahren intensiv von der Muslimbruderschaft angegriffen, war um Vorsicht bemüht.
Bei der zweiten Diskussionsrunde sorgte Professor Zulehner für einen Eklat, indem er Österreicher pauschal als Nazis beschimpfte. Im stalinistischen Wien ist das zwar In, kommt aber bei echten Österreichern sehr schlecht an. Der bosnische Wahabit Esad Memic gab sich provokant arrogant, verwechselte Bosnier mit Bosniaken und vermied jeden Bezug zur wachsenden Terrornähe unter bosnischen Imamen. Muslimbruder Al-Hassan Diaw, der den Jihadismus seiner Organisation als Deradikalisierung verkauft, wurde durch einen nicht minder aalglatten Mitbruder vertreten. Ein Schweizer Universitätsprofessor wirkte nur als esotherische und uninformierte Staffage.
Über die letzte Runde, mit Sebastian Kurz, sei gnädigerweise der Mantel des Schweigens gebreitet. Schön langsam macht sich Entsetzen breit, wo immer der Islamisten-Prediger Kurz auftritt. Unmut regte sich am Ende, als eine Mitarbeiterin des Außenministeriums unverblümt für den Islam warb.
Insgesamt eine der üblichen Verkaufsveranstaltungen des politischen Islam, weit entfernt von Religion und Integration.

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