Die Empfindlichkeit der Islamisten

May 18, 2015 by hotminnie

BERICHT

Mit Islamisten sind üblicherweise jene gemeint, die den Islam als politische Lehre verstehen und unter dem Deckmantel einer Religion politische Ziele verfolgen. Wäre man bösartig, könnte man sagen, alle anderen Muslime haben den Koran nicht gelesen.
Die bekannteste islamistische Organisation ist die Muslimbruderschaft, die ein weltumspannendes neues Kalifat unter islamischem Recht anstrebt. Zu den gefährlichsten Islamisten zählen Konvertiten. Sie besitzen vielfach kaum Kenntnisse des Islam und basteln sich deshalb ein eigenes Bild davon zusammen.

neumueller1Eine deutsche Konvertitin, Caroline Neumüller, versucht seit Jahren, ihre eigene, konfuse Version von Islam unter die Leute zu bringen. Sie habe Islam-wissenschaften studiert—was immer darunter verstanden werden kann—und habe sogar Grundkenntnisse von Arabisch.
Was übersetzt bedeutet, sie hat den Original-Qur‘an gar nicht gelesen, weil sie ihn nicht verstehen würde.

Caroline Neumüller ist nun fürchterlich aufgebracht, weil sie Opfer einer Diffamierungskampagne geworden sei. Islamisten sind für Kritik besonders empfindlich, Konvertiten noch mehr so.
Ein böser Zeitgenosse (ein Muslim übrigens) habe ihr vorgeworfen, körperliche Bestrafung gutgeheißen zu haben, und hatte dazu auf ein Zitat von Neumüller hingewiesen. Die verdächtigte Muslima schrie sofort in Facebook auf (die Wertung der Intelligenz von Facebook-Nutzern bleibt hier außer Betracht) und empörte sich:
Zur Klarstellung aller, die diesem Zitat Glauben schenken:
Es ist falsch. Ich bin gegen Körperstrafen aller Art. Ich bin gegen die Todesstrafe sowie gegen Steinigung oder dergleichen. Der Mensch hat ein Recht auf körperliche wie geistige Unversehrtheit und nur Gott darf Leben geben und nehmen.
Nicht verwunderlich wurde die Facebook-Seite auch vom Muslimbruder Tarafa Baghajati geliked, der sich selbst ständig diffamiert fühlt

Was ist nun richtig? in ihrem WordPress-Blog, das sie als Hannibal-Nur gestaltet, schrieb Neumüller, wörtlich und im Volltext (der abgesichert wurde):

Bei dem Thema Körperstrafen bin ich geteilter Meinung, so wie ich beim Thema Todesstrafe (ein anderes Thema) auch geteilter Meinung bin. Ich sage mal so, ich glaube an das Recht körperlicher Unversehrtheit. Davon bin ich überzeugt. Allerdings sage ich auch, dass auf rein menschlicher Ebene der Mensch teils nur durch Schmerzen lernfähig ist. Das ist nicht böse gemeint, aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ihn immer nur mit Samthandschuhen anzufassen fördert den Zusammenhalt der Gesellschaft nicht. Ich stehe nicht auf Steinigung – steht nicht im Qur’an drin – ist aber auch eine Todesstrafe, die es hier nicht zu diskutieren gilt. Was Auspeitschungen oder Verstümmelungen angeht, so halte ich von ersterem, dass es Potential der Abschreckung hat. Letzteres, also die Verstümmelung, sei es das Hand- oder Fußabhacken, halte ich gar nichts von. Gefängnisstrafen finde ich schwachsinnig, deswegen ist der Qur’an schon clever, dass es auch nicht drin steht. Strafen sollten – wenn überhaupt – sofort ausgeführt werden, und der Mensch nicht auf die lange Bank gesetzt werden. Auch wenn es drakonisch klingen mag, aber mich schreckt eher eine drakonische Körper- oder Geldstrafe als ein Gefängnisaufenthalt ab, etwas Falsches zu machen.
Die Körperstrafen, wie sie im Qur’an aufgeführt sind, sind für unsere hiesige Gesellschaftsform absolut nicht zulässig und in diesem Hinblick muss man auch aus islamischer Sicht diese Form der Strafen diskreditieren. Es gibt jedoch ein großes ABER: Wenn es eine islamische Gesellschaftsform gibt – die heutzutage nicht existiert (auch nicht in Saudi Arabien, Iran, Afghanistan- nur um einige wenige zu nennen) – dann würden diese Strafen auch verstanden werden. In einer islamischen Gesellschaft, in der der Mensch nicht, sobald er die Türschwelle ins Freie übertritt, von Sexualität, Immoralität und Sünden überschwemmt wird, da würden diese Strafen durchaus als Abschreckungscharakter funktionieren und deren Sinn könnte ich auch verstehen. Aber ein Strafsystem islamischer Natur kann nur funktionieren, wenn alle anderen Systeme, sei es sozialer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Natur, auch islamisch sind. Nur dann kann ein islamisches Strafsystem auch gerechtfertigt sein.

Jeder normal denkende Mensch versteht die Message: Caroline Neumüller wünscht sich islamische Systeme auf allen Ebenen—die Muslimbruderschaft könnte es nicht besser formulieren—dann würde auch ein „Strafsystem islamischer Natur“ funktionieren. Und der Qur’an sei clever, weil dort nicht alles drin steht.
Nach dieser glasklaren Darstellung kann niemand mehr daran zweifeln, was man so alles in Islamwissenschaften lernt.

Einige Blicke hinter Neumüllers islamischem Schleier sind auch hilfreich.
Auf ihrer Facebook-Seite bewirbt sie die Fatih-Moschee in Bremen-Gröpelingen, einem Ortsteil am Hafen, bekannt für seine Vereine mit jihadistischen Verbindungen. Fatih Camii heißt übersetzt Eroberer Moschee und wird von der IGMG betrieben, der türkischen Milli Görüs. Neumüller wird schon wissen, warum sie gerade die Milli Görüs bevorzugt, eine radikal-politische und alles andere als religiöse Organisation. In der Fatih-Moschee wird regelmäßig zu Veranstaltungen eingeladen, um neue Anhänger für den politischen Islam zu werben. Die türkische Moschee ist auch ein Zentrum der Auseinandersetzungen mit den in Bremen lebenden Kurden.

Caroline Neumüller habe am Islamologie-Institut in Wien studiert, schreibt sie. Dieses Institut wird in Vereinsform (ZVR 576134695) vom syrischen Muslimbruder Amir Zaidan geleitet, dem enge Kontakte zu Terrorgruppen nachgesagt werden. Das Institut ist eine Schulungsstätte der Muslimbruderschaft und untersteht dem terrornahen Extremistenverband Islamische Glaubens-gemeinschaft. Dort wird Neumüller sicherlich ihre liberale Erziehung bereichert haben.
Ergebnis dieser liberalen Erziehung ist ihre Empfehlung für die Islamische Eheschließung. Diese hat immerhin Vorteile, sieht Neumüller. Man erspart sich die Eintragung in staatliche Register, natürlich auch die Gebühren dafür. Natürlich umgeht man damit auch das bei Ungläubigen übliche Verbot der Polygamie. Deshalb sind auch viele Muslimbrüder mehrfach verheiratet, nach islamischem Recht eben.

progressive_muslimeWeil es so schön ist, lädt Neumüller auch zu progressiven Gebeten ein. Geschlecht, sexuelle Orientierung, Kleidungsstil und Äußerlichkeiten spielen keine Rolle, schreibt sie. Eigenartigerweise tragen die Frauen dabei sämtlich die unislamische Kopfverhüllung, das Symbol des politischen Islam.

progressive_linkeAuch politisch ist Caroline Neumüller eindeutig zugeordnet. Sie wirbt für die Linke, die Nachfolgepartei der SED, die ihrerseits die Nachfolgerin der NSdAP war. Die Linke, die am ausgeprägtesten antisemitische Partei in Deutschland. Die Konvertitin Neumüller hat damit offenbar ihren Platz gefunden: An der Schnittstelle des radikal-politischen Islam, mit der Schnittstelle des radikal-politischen Marxismus.
Es ist geradezu beängstigend, wie wohl sich Radikale in jedem Randbereich des extremsten Radikalismus fühlen.

Weil man anscheinend von der Verkündung des politischen Islam nicht leben kann, sucht Neumüller:
eine Arbeitsstelle in Bremen, Hamburg oder Niedersachsen, in der ich meine Fachkenntnisse im Bereich der Islamwissenschaft, Beratung rund um das Thema Islam, muslimische Gemeinde KonvertitInnen zum Islam interkulturelles Training wie auch Sensibilisierung der Gesellschaft zum islamischen Glauben wie auch Sensibilisierung von MuslimInnen gegenüber der nichtmuslimischen Mehrheitsgesellschaft anwenden kann.
Ob ihr der Sprecher der Muslimbruderschaft in Deutschland, Aiman Mazyek, einen Job vermitteln könnte?

Advertisements

Archives

Categories

%d bloggers like this: