Schlechte Optik in Baltimore

May 2, 2015 by hotminnie

BERICHT

In Baltimore, MD, war am 12. April der mit einem Messer bewaffnete Schwarze Freddie Gray von der Polizei festgenommen worden. Am 19. April starb Gray an den Folgen einer Wirbelsäulenverletzung, die ihm angeblich während seiner Festnahme zugefügt worden war.
Mit Aufsehen erregender Eile brachte die Staatsanwältin von Baltimore jetzt eine Anklage gegen sechs Polizeibeamte ein, obwohl die Umstände des Todes noch völlig unklar sind. Angeklagt wurden die Beamten Lieutenant Brian Rice, Sgt. Alicia White, Caesar R. Goodson Jr., William Porter, Garrett Miller und Edward Nero.
Vom Märchen weiße Polizisten töten Schwarze blieb wenig übrig, drei der sechs Polizisten sind Schwarze.
Die überschnelle Anklage wurde von der Staatsanwältin Marilyn J. Mosby erhoben, ebenfalls einer Schwarzen. Mosby, 35, war erst im November gewählt worden und hatte ihr Amt erst zu Beginn 2015 angetreten. Einer der Unterstützer ihrer Wahl war Anwalt William Murphy Jr., der jetzt Freddie Gray vertritt – eine bemerkenswerte Optik.
Zur Verhaftung Grays waren – zufällig? – mehrere Aktivisten einer schwarzen Rassistengruppe anwesend, die angeblich auch ein Video aufnahmen.
Zwei andere Umstände waren von der Staatsanwältin ebenfalls noch nicht berücksichtigt worden. Nach Zeugenaussagen sei Gray während des Transports im Polizeiwagen mehrmals heftig mit dem Rücken gegen die Wand gesprungen. Im Jahr davor hatte Gray einen Autounfall, bei dem er wegen Dauerschäden ein Settlement mit der Versicherung versucht hatte.
Ein politisches Blitzverfahren gegen Polizisten ist kein geeignetes Mittel, die rassistische Gewalt Schwarzer gegen Weiße in den USA einzudämmen. Die jüngste Bestellung der linken Schwarzen Loretta Lynn als Attorney General, durch Präsident Obama, war da nur Öl ins brodelnde Feuer.

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