Kämpfe in Damaskus

April 15, 2015 by hotminnie

BERICHT

Im Stadtviertel Yarmouk von Damaskus leben überwiegend palästinensische Araber. In der letzten Zeit hatte es deshalb Aufregung gegeben.
Die Hamas im Gaza-Streifen hatte sich mit dem Iran und seiner Hezbollah arrangiert, um neue Waffen und Kampfmittel für den Kampf gegen Israel zu erhalten. Gleichzeitig stehen palästinensische Terrorgruppen aber traditionell dem syrischen Regime nahe. Palästinensische Terroristen kämpften sowohl mit der al-Nusra der Muslimbrüder, als auch mit den syrischen Truppen gegen diese.

Khalad MashaalTerrorchef Khalad Mashaal, der die Hamas von Damaskus aus leitete, ging nun in offene Konfrontation mit der Hezbollah, indem er die Fortsetzung seiner Unterstützung des Assad-Regimes verkündete. Das führte unvermeidlich zu schweren Kämpfen in Yarmouk, zwischen der örtlichen Hamas-Gruppe Aknaf Beit al Maqdis, und den Terroristen des Islamischen Staates, die das benachbarte Viertel Hajar al Aswad beherrschen. Durch den Vormarsch nach Yarmouk wäre der Islamische Staat näher an das Zentrum von Damaskus herangerückt.
Die Terrororganisation PLO unterstützte schließlich die Aknaf Beit al Maqdis der Hamas. Gemeinsam wurden in heftigen Gefechten um den wichtigen al-Ayyoubi Boulevard der Islamische Staat und die al-Nusra nach Hajar al Aswad zurückgedrängt.
Dieses Dilemma—einerseits kämpft die Muslimbruderschaft gegen das Assad-Regime; andererseits verbündet sich ihre Hamas gerade mit diesem Regime—bescherte den palästinensischen Terrorgruppen einen neuen Knick in ihrem Ansehen in der arabischen Welt. Und bei Arabern ist Ansehen gleichbedeutend mit Geldflüssen.

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