Das Unwort Quote

March 24, 2015 by hotminnie

BERICHT

Quote entwickelte sich zum absoluten Unwort des Jahrzehnts in Europa. Angefangen von der Frauenquote – einem der frauenfeindlichsten Begriffe überhaupt – breitet sich die Quote schön langsam quer durch das politische Leben aus.
Ein Abgeordneter des Europäischen Parlaments brachte wieder einmal eine andere Quote auf die Tagesordnung. Eine Quotenregelung für die Verteilung von Asylanten in Europa. Je nach Bevölkerungszahl sollten die Länder Asylantenquoten übernehmen.
Was schon allein deshalb unmöglich ist, weil die Länder Europas völlig unterschiedliche Strukturen und Sozialsysteme haben. Das ist schließlich auch der Grund, weshalb sich der Asylantenstrom auf einige wenige Länder konzentriert – Schweden, Deutschland, Österreich – in denen diese (zumeist) Scheinflüchtlinge mit Geld und Gratisgaben überschüttet werden.
Gefordert werden auch noch legale Fluchtwege für Kriegsflüchtlinge, um den Schleppern Wind aus den Segeln zu nehmen. Die viel bedeutendere Frage, nämlich warum Flüchtlinge in einen anderen Kontinent ziehen, anstatt nur dem Kriegsgeschehen auszuweichen, bleibt unbeachtet. Sie würde Denken erfordern.
Die Milchmädchenrechnung des Europäischen Parlaments – für jede Million Einwohner hast du so und so viel Zuwanderer aufzunehmen – ist unerfüllbar. Wie jede andere Quotenregelung ist sie unmenschlich, ungerecht und unpraktikabel.

Die nahe liegendsten Lösungen werden im Europäischen Parlament nicht einmal angedacht. (Auch das hätte mit Denken zu tun.) Beispielsweise:
Einrichtung internationaler Asylbehörden direkt an den EU-Außengrenzen, um dort sofort feststellen zu können, liegt ein Asylgrund vor oder nicht.
Befristeter Aufenthalt, zum Beispiel für sechs Monate, wenn ja.
Sofortige Abschiebung, wenn nicht.
Die wenigen hundert echten Asylwerber, die dann allenfalls übrig blieben, wäre für Europa leicht verkraftbar.

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