Türkei gegen Dialog

February 5, 2015 by hotminnie

BERICHT

In München wird jedes Jahr eine internationale Sicherheitskonferenz abgehalten, zur Besprechung gerade anstehender Themen, die die Sicherheit der Völkergemeinschaft gefährden. Wichtige Themen der diesjährigen Konferenz waren der Kampf gegen den islamischen Terror und der russische Überfall auf die Ukraine.
Doch gleich zu Beginn der Konferenz wurde ein Eklat provoziert. Der Außenminister der Türkei, Mevlüt Cavusoglu, sagte seine Teilnahme ab, weil auch ein Vertreter Israels anwesend wäre, so sagte er der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.
Als Vorwand diente dem türkischen Minister der Vorfall mit dem Schiff Mavi Marmara, bei dem die türkische Milli Görüs versucht hatte, 150 für die Hamas angeworbene Söldner nach Gaza einzuschleusen.

Cavusoglu Die eigentlichen Gründe für die türkische Nichtteilnahme sind andere.
Da ist die bedrohliche Zunahme des Antisemitismus in der Türkei, durch das radikal-islamistische Regime des neuen Paschas Recep Tayyip Erdoğan. Da fürchtete die Türkei sichtlich Vorwürfe anderer Staaten, weil sie die Terrorbanden des Islamischen Staates nicht bekämpft, sondern noch unterstützt hatte (unter anderem durch Bombardierung kurdischer Dörfer). Da wäre die Weigerung der Türkei zur Sprache gekommen, Allierten die Benutzung türkischer Flugplätze für Einsätze gegen Terroristen zu erlauben. Da steht die neue Annäherung der Türkei an Vladimir Putin und seine sowjetischen Großmacht-Gelüste.
Und schließlich hätte Mevlüt Cavusoglu einem Vertreter Israels die Hand schütteln müssen, früher eines engen Verbündeten der Türkei. Das hätte die Zusammenarbeit türkischer Extremisten und islamischer Terroristen in Europa gefährdet.
Quo vadis, Türkei?

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