Die evangelikale Anbiederung

January 7, 2015 by hotminnie

BERICHT

Noch nicht so lange ist es her, dass Menschen einer Religion anhingen. Katholisch, evangelisch, marxistisch, islamisch, egal – meist durch Familie und Herkunft bestimmt.
In Österreich bewegt sich jetzt eine neue Welle. Sie will Menschen von ihrer Religion weg bringen und ihnen den Islam als Ersatz schmackhaft machen. Besonders exzessiv war die katholische Pfarre in Wien am Vogelweidplatz, mit ihrer Kontaktstelle für christlich-islamische Begegnung und einem islamischen Imam, der sich an katholischen Messen beteiligte. Katholische Prister, die mit der Ausrede Dialog den Islam verkünden, tragen Hauptverantwortung für die schwindenden Mitgliederzahlen der katholischen Kirche in Österreich.
Aber auch in Österreich gibt die evangelische Kirche in Sachen Islam das Tempo vor. Ein Verein bemüht sich, unter dem Deckmantel des Dialogs kräftig Staub aufzuwirbeln: Die Plattform Für InterReligiöse Begegnung (PFIRB).
Von katholischen oder evangelischen Pfarrern sollte man erwarten, dass sie ihre Schäfchen mit der eigenen Religion vertraut machen und sie behalten. Nicht so bei PFIRB-Gründer und Leiter Erwin Neumann. Er stellt sich vor: “Ich habe mich schon früh mit den unterschiedlichen Kulturen und Religionen beschäftigt und mich für ihre Versöhnung engagiert. Ich bin aus diesem Grund Mitglied des Internationalen Versöhnungsbundes-Österreich geworden und bin heute Mitglied seines leitenden Gremiums.” Wen er mit wem versöhnen will, sagt er nicht.

eneumann Der Vorstand von PFIRB zeigt dann auch, wo es lang geht.
Zwei evangelischen Hardlinern – Neumann und Thomas Hennefeld – stehen einige Vertreter von (für Österreich) Minderheiten gegenüber; ein Buddhist, ein Hindu, eine Vertreterin von Or Chadash.
Dann folgen die Eigenartigkeiten. Katholische Kirche? Nicht doch. Statt dessen der ex-katholische Sektierer Helmut Schüller, der in permanentem Streit mit der katholischen Kirche liegt, weil er deren Lehre ablehnt. Und eine Lilli Donnaberger, zwar als katholisch angegeben, doch eine Funktionärin der evangelischen Spendensammelfirma World Vision. World Vision gibt sich als christlich aus. Die bei WV dargestellte Vorstellung von christlich besteht aber nur aus nichtssagenden Schlagwörtern, von Religion ist nichts zu erkennen.
Diesem Vorstandsteil steht eine geballte Ladung von gleich fünf Muslimen gegenüber, die beweist, wo das Schwergewicht der angeblichen Begegnung liegt, nämlich steil in Richtung Werbung für Islam. Einige dieser Leute sind einen näheren Blick wert.
Riza Sari vertritt die Aleviten, eine ruhige Religionsgruppe, die in Österreich gegen heftigen Widerstand den Status einer Religionsgesellschaft erreichte, einen laizistischen Staat will und deshalb mit der radikal-islamistischen Regierung in der Türkei sehr unzufrieden ist. Die ebenfalls vertretenen Baha’i sind eine weitgehend unbekannte Minderheit. Der Rest aber hat es in sich.

izia Die schiitische Glaubensgemeinschaft in Österreich ist nicht beteiligt. Ihr Leiter, Salem Hassan, hat Radikalismus nicht nötig. Statt dessen sitzt der Konvertit Erich Waldmann im Vorstand. Waldmann führt einen schiitischen Miniverein in Wien, der als Außenstelle des iranischen Nachrichtendienstes unrühmliche Bekanntheit erlangte. Waldmann ist ein enger Freund des Milli Görüs-Extremisten Fuat Sanac, wie man leicht erkennt. Von dort bezieht Waldmann auch wichtige Subventionen (und Daten).

ramazandemir Ramazan Demir behauptet von sich, die islamische Seelsorge zu leiten. Obwohl der Islam keine Seelsorge kennt. Tatsächlich ist der füllige Demir beim Extremistenverband Islamische Glaubensgemeinschaft angestellt, im Unterschied zu den Aleviten keine anerkannte Religionsgesellschaft. Demir zählt auch ideologisch zu den handfesteren Radikalen dieser Gruppe, die tief in die Unterstützung und Finanzierung von Terroristen verstrickt ist.

stanfel Als letzter im Vorstand dann noch der Konvertit Gernot Stanfel, auch er ein Hardcore-Islamist des Extremistenverbandes. Nebenbei auch noch Lehrer an der Ausbildungsstätte der Muslimbruderschaft in Wien, der IRPA.
Drei islamistische Extremisten im Vereinsvorstand – Erwin Neumann wird sich bei dieser Auswahl sicherlich etwas gedacht haben. Was, ist gleich im nächsten Programm-Angebot zu sehen. Unter der Leitung des kommunistischen Bezirksvorstehers von Wien-Neubau, Thomas Blimlinger, wird über Radikalisierung und Glaube diskutiert.
Wichtigster Gast: Der Extremismus-Experte Moussa Al-Hassan Diaw, Mitglied der terroristischen Muslimbruderschaft. Ein echter Experte, was Radikalismus betrifft. Man sah ihn schon gemeinsam mit Pierre Vogel, bei Veranstaltungen.
Das Vereinsziel von PFIRB, wenn man es so richtig betrachtet, ist also nichts Religiöses, sondern Werbung für den politischen Islam.

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