ATIB und türkische Lügen

1

October 12, 2013 by hotminnie

BERICHT

Große Aufregung in Wien – Salafisten wollen für Syrien sammeln. Was kam heraus? Die türkische ATIB und die Islamische Glaubensgemeinschaft kauften Zwiebeln ein und vergossen Krokodilstränen.

Die Wahrheit:

Salafisten – Ein Kunstwort aus Deutschland, wo man Realitäten nicht gern beim Namen nennen will. Salafisten sind radikal-fundamentalistische Islamisten, die mit Gewalt (Jihad) einen neuen Gottesstaat (Kalifat) anstreben. Man kennt sie auch als Muslimbrüder.
Syrien – seit rund 50 Jahren versucht die Muslim-Bruderschaft, das Regime (egal welches) zu stürzen und Syrien zum zweiten Zentrum ihres Imperiums zu machen. Die Einbindung extremistischer Splittergruppen ist nur Mittel zum Zweck.

califatTürkei – Die zunehmend radikalere Führung in Ankara, besonders die Regierungspartei AKP, unterstützt verstärkt den Krieg in Syrien, liefert Geld, Waffen und Kämpfer für den Kampf gegen die verhaßten Schiiten und Alawiten.
ATIB – Der Verein ist die österreichische Abteilung einer türkischen Behörde. Sein Obmann ist ein türkischer Botschaftsrat, seine Funktionäre sind türkische Beamte. ATIB ist der verlängerte Arm der türkischen Regierung in Österreich, organisierte auch die Pro Erdogan-Demonstrationen.
IGGÖ – die Islamische Glaubensgemeinschaft war bis 2009 ein Zweigverein der Muslim-Bruderschaft. Mit freundlicher Unterstützung des Kultusamtsleiters Oliver Henhapel nimmt die IGGÖ seither nur islamistische Vereine als Mitglieder auf, einzelne Muslime sind nicht willkommen. Die Islamische Glaubensgemeinschaft besteht aus Vertretern der terroristischen Muslim-Bruderschaft, der radikal-islamistischen Milli Görüs und der staatlich-türkischen ATIB. Netterweise holte man sich noch den iranischen Nachrichtendienst ins Boot. Die IGGÖ war schon unter dem Muslimbruder Anas Schakfeh für freizügige Spenden an die Hamas bekannt.

Salafisten-Treffen:

So war es angekündigt worden. Wegen großer Medien- und Polizeipräsenz wurde auf Abwiegeln entschieden. Die ATIB erklärte, nichts von Radikalen gewußt zu haben. Die SPÖ – oder war es die IGGÖ? – distanzierte sich von dem Treffen. Alle hatten keinen Zweifel: Medien würden nur schreiben, was die Partei vorgibt.
Fakten auf den Tisch: Die Veranstaltung wurde nicht zufällig bei ATIB abgehalten; ATIB war der Veranstalter; ATIB wußte längst, wer kommen sollte. Die Lokalität in der Wiener Gudrunstraße war ebenfalls nicht zufällig ausgewählt. Im ATIB-Gebäude befindet sich auch die Tümsiad, der Wirtschaftsverein der ATIB, sozusagen die türkische Handelskammer in Wien. Die Tümsiad ist für Geldflüsse zuständig, dafür steht die türkische Vakifbank im Haus bereit.
Jeder außer den gesteuerten Medien konnte nicht übersehen: Die Türkei will Geld für den teuren Kampf in Syrien sammeln, und so nebenbei willige Krieger anwerben, die völlig problemlos von der Türkei nach Syrien gelangen können. Die unmenschliche Grausamkeit dieser europäischen Söldner richtet sich in Syrien vor allem gegen Christen.
Im ORF trat dann auch noch Muslimbruder Omar al-Rawi auf. Er ist zwar SPÖ-Abgeordneter, spricht aber meist für die IGGÖ, in der er gar kein Amt bekleidet. Die IGGÖ hätte nichts von der Sache gewußt, empörte sich al-Rawi. Eine zu leicht durchschaubare Lüge. Der stellvertretende ATIB-Vorsitzende und damit praktisch Veranstaltungsleiter, Nihat Koca, sitzt im Obersten Rat der IGGÖ.

Die Creme auf der Suppe bildete natürlich Muslimbruder Tarafa Baghajati. Der von alledem keine Ahnung gehabt haben will, obwohl er erst vor kurzem in Qatar war, um dort über die Finanzierung des Krieges gegen das Assad-Regime zu beraten. Ausgerechnet Baghajati, führender Organisator der europäischen Muslimbrüder, beherrscht die Kunst der Taqiyya perfekt. Mit dem Nachteil, daß ihm sowieso niemand glaubt.

Die nötigen Konsequenzen aus dieser Affäre werden Österreich über kurz oder lang nicht erspart bleiben. Verbot ausländischer staatlicher Organisationen, wie der ATIB; Verbot extremistischer Gruppierungen, wie der terroristischen Muslim-Bruderschaft und der Milli Görüs; Einreiseverbot für radikale Islamisten – und etwas wird sich die SPÖ schon auch überlegen müssen: Ein Muslimbruder als Abgeordneter ist mit Demokratie unvereinbar.

One thought on “ATIB und türkische Lügen

  1. Masheed says:

    Tarafa Baghajati sagte in einem Interview: “Von Veranstaltungen, bei denen der Vortragende nicht mit Vor- und Nachnamen genannt wird, raten wir prinzipiell ab.” Von Veranstaltungen, bei denen Tarafa Baghajati mit Vor- und Nachnamen genannt wird, raten wir prinzipiell ab.

Comments are closed.

Archives

Categories

%d bloggers like this: